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HOLOTROPES ATMEN IM NUU MIT RENATE CHICKEN, Psychotherapeutin, Pädagogin, Mediatorin,

An diesem Wochenende finden zwei holotrope Atemsitzungen statt, bei denen man einmal als Erfahrender und einmal als Begleiter teilnimmt.
Holotrop bedeutet sich der Ganzheit hinwendend.
Bei diesem Einführungsseminar ist es möglich die Wirkweise des holotropen Atmens zu spüren und auch an eigenen Themen vertiefend weiterzuarbeiten. Das holotrope Atmen wurde in den 70ger Jahren des vergangenen Jahrhunderts von Stanislav und Christina Grof entwickelt und reicht bis in die yogische Kultur (Pranayama) und alte spirituelle Techniken zurück. Das holotrope Atmen ist eine tiefgehende intensive Selbsterfahrung. Während der Hyperventilation zeigen sich bei der EEG- Messung vorwiegend Theta- und Deltawellen, denen selbstheilende Wirksamkeit zugeschrieben wird.
Intensivierte Atmung, evokative Musik und prozessorientierte Körperarbeit induzieren einen erweiterten Bewusstseinszustand.
Der Bogen der Atemerfahrungen reicht von personalen biografischen lebensgeschichtlichen Erfahrungen, über perinatale (rund um die eigene Geburt) und pränatale (Erfahrungen im Mutterleib) und präpersonale (Erfahrungen aus der Babyzeit) über transpersonale ( Erfahrungen jenseits gewohnter Raum- und Zeitgrenzen) und spirituelle Erfahrungen ( mystische Erfahrungen).
Das holotrope Atmen ermöglicht langfristig Kreativität und vitale Ressourcen freizusetzen und verbindet uns immer mehr mit den uns innewohnenden Kräften, mit denen wir unser Leben gestalten. Diese Atemreisen ermöglichen einen tiefen Kontakt mit dem Selbst. wir begegnen der Kraft und Energie, die uns hilft alte Wunden zu heilen, festgefahrene Verhaltensmuster und emotionale Blockaden zu lösen und Aspekte der Seele, die über die gewohnten Zeit- und Raumgrenzen hinausgehen, zu vergegenwärtigen.

Ablauf einer Atemsitzung:

Vorerst finden sich unter den Teilnehmern Paare, wobei einer der Erfahrende ist und der andere der Begleiter. diese Rollen werden dann bei der zweiten Atemsitzung getauscht. Die Erfahrenden liegen auf einer Matte am Rücken und die Begleiter sitzen in einer nicht zu nahen und nicht zu weiten Entfernung daneben. Am Beginn hilft eine gemeinsame Entspannungsübung den eigenen Körper achtsam wahrzunehmen und sich dem Prozess anzuvertrauen. Am Ende der Entspannungsübung gehen die Erfahrenden dann unterstützt durch evokative, rhythmische Musik und verstärkte Atmung in den Atemprozess. Es können die verschiedensten Erfahrungen auftauchen, die aber immer einen Bezug zu den Lebensthemen des Erfahrenden haben.
Die Anweisung ist alles auszudrücken, was auftaucht. so kann es zu ruhigen bis heftigen Körperbewegungen kommen, zum Äußern von Tönen und Erleben von inneren Bildern und intensiven Gefühlen. Dies kann sich äußerlich sehr bewegt zeigen oder aber gar nicht bewegt, still da liegend, während der Erfahrende innerlich intensive Erfahrungen macht. Der Begleiter hilft, dass sich der Erfahrende ganz in diesen Prozess einlassen kann, indem er darauf achtet, dass dieser einen sicheren Ort auf der Matte hat, und ihn mit dem versorgt, was er braucht z.B. Eine Decke, oder etwas zu trinken, etc. Gleichzeitig entsteht aber auch ein dynamisches Atemfeld und auch als Begleiter kommt man mit inneren Erfahrungen in Kontakt. Allerdings geht man damit nicht in den Prozess, sondern registriert sie nur und bleibt Begleiter für den Erfahrenden.
Während des Atemprozesses können auch körperliche Spannungen auftreten, die dann durch entweder schmelzende sanfte oder Widerstand gebende Körperarbeit aufgelöst werden. Emotionen werden freigesetzt.
nach der Atemsitzung malt jeder intuitiv ein Bild der Atemerfahrung.
Am nächsten Tag kommt es dann durch Gespräche, Interventionen aus humanistischer Psychotherapie zur Aufarbeitung und Integration der erlebten Erfahrungen um den Transfer in den Alltag zu ermöglichen.
Teilnehmen können alle Interessenten, die erwachsen sind und eine normale physische und psychische Belastbarkeit für diese Arbeit mitbringen. Auch Paare können gemeinsam an diesen Atemreisen teilnehmen.

Bei Schwangerschaft, schweren Herz-Kreislauferkrankungen, schwerem Asthma, schweren Infektionen, schweren Gelenks- und Knochenerkrankungen, Glaukom, Epilepsie und akuten psychotischen Zuständen ist eine Teilnahme kontraindiziert.

Bei Teilnahme ist eine durchgängige Anwesenheit erforderlich.